
Einige Übungsfragen zum Themenbereich 101 Systemarchitektur.
Frage 1: Mit welchem Kommando erhält man Zugriff auf alle Daten und Informationen unterhalb von /sys/bus/ ?
Antwort:
ls /sys/bus/*/*
Frage 2: Mit welchem Kommando können alle angeschlossenen USB-Geräte aufgelistet werden? Mit welcher Option zu dem Kommando wird erreicht, daß detaillierte Informationen zu den angeschlossenen USB-Geräten ausgegeben werden?
Antwort:
lsusb
lsusb -v
Frage 3: Was wird mit dem folgenden Kommando in der Shell ausgegeben:
ls /lib/modules/$(uname -r)/
Antwort:
Die Liste aller Verzeichnisse und Dateien unterhalb des aktiven Kernels.
Frage 4: Mit welchem Kommando werden die geladenen Kernel-Module aufgelistet?
Antwort:
lsmod
Frage 5: Wie können Informationen und mögliche Parameter zum Modul 'scsi_mod' in der Shell angezeigt werden?
Antwort:
modinfo scsi_mod
Frage 6: Übung: Wie kann ein fehlendes Kernel-Modul nachträglich unter Debian installiert werden? Gehen Sie die einzelnen Arbeitsschritte selbständig durch.
Antwort, Beispiel für WLAN Treiber 'ipw3945':
Verfügbare Pakete anzeigen:
aptitude search modules
( Vorsicht: nicht alle angezeigten Pakete enthalten kernel-Module )
aptitude install ipw3945-modules-2.6-686 ipw3945d firmware-ipw3945
modprobe ipw3945
Frage 1: Welches Kommando zeigt in der Shell die Ereignisse beim Systemstart an, die in einer eigenen Protokolldatei gespeichert werden?
Antwort:
dmesg
Frage 2: Übung: Übergeben Sie auf der Kommandozeile des Bootloaders Kernel-Parameter, die bewirken, daß das System das Programm /bin/bash startet und dadurch in eine Shell bootet.
Antwort:
Sie müssen dafür auf der Kommandozeile des Bootloaders den Parameter 'init=/bin/bash rw' übergeben.
Frage 3: Wie heißt der erste Prozess, der vom System gestartet wird, wenn der Kernel gestartet ist und die Hardware initialisiert worden ist? Geben Sie auch den Verzeichnisnamen mit an.
Antwort:
/sbin/init
Frage 4: Übung: Schauen Sie sich den Inhalt der Datei /etc/inittab genauer an. Finden Sie hier Parameter, die etwas mit dem Bootvorgang zu tun haben?
Antwort:
Ja, zum Beispiel diese hier:
l0:0:wait:/etc/init.d/rc 0
l1:1:wait:/etc/init.d/rc 1
l2:2:wait:/etc/init.d/rc 2
l3:3:wait:/etc/init.d/rc 3
#l4:4:wait:/etc/init.d/rc 4
l5:5:wait:/etc/init.d/rc 5
l6:6:wait:/etc/init.d/rc 6
Frage 5: In welcher Datei werden üblicherweise bei den meisten Distributionen die Meldungen abgelegt, die über die Protokolldienste laufen? Schauen Sie sich die Protokolldateien dazu genauer an.
Antwort:
In der Datei /var/log/messages
Frage 1: Übung: Versetzen Sie ihr Linux System in den korrekten Runlevel, der für lokale Wartungsarbeiten des Administrators vorgesehen ist, zum Beispiel für Filesystem-Checks. Er wird auch als „Single user mode“ bezeichnet. Überprüfen Sie, ob das System in diesem Runlevel noch über eine Netzwerkfunktionalität verfügt.
Antworten:
Wechsel des Runlevels in den „Runlevel 1“ durch Eingabe von „init 1“. Im „Single user mode“ besitzt das System keine Netzwerkfunktionalität.
Frage 2: Übung: Geben Sie ein Kommando inklusive Parameter ein, mit dem das Linux System nicht sofort, sondern erst 20 Minuten nach der Eingabe des Kommandos herunterfährt. Damit geben Sie Usern, die noch auf der Maschine arbeiten, die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu beenden und sich auszuloggen.
Zusätzlich wollen Sie den Usern, die noch auf der Maschine arbeiten, eine Information dazu weitergeben, das das System gestoppt wird, wie machen Sie das?
Antworten:
Mit dem Kommando 'shutdown -h +20' wird das herunterfahren nach 20 Minuten bewirkt. Die Information an die User wird so auf der Kommandozeile übergeben:
shutdown -h +20 '
Dieser Server muss wegen eines Festplattenwechsels heruntergefahren werden.
Beenden Sie ihre Arbeit und loggen Sie sich bitte aus.
'